Zurueck zur Lernpfad-Uebersicht

KI-Kosten verstehen

Warum KI nicht einfach "kostenlos" ist und wie man Kosten fair, datensparsam und sinnvoll einschaetzt.

Datenschutz-Hinweis

Diese Seite laeuft im Browser. Fuer gekennzeichnete Zusatzaufgaben kann ein schulisch freigegebenes System wie telli / AISchat genutzt werden.

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Grundlagen Ohne beliebige externe KI Stand: Mai 2026

Worum geht es?

KI-Modelle wirken oft wie normale Apps. Im Hintergrund laufen aber Rechenzentren, Grafikkarten, Speicher, Netzwerke und Abrechnungssysteme. Dieser Lernpfad zeigt dir, welche Faktoren Kosten verursachen und warum konkrete Preislisten schnell veralten.

Du lernst

Was Tokens sind, warum Ausgabe oft teurer ist als Eingabe und weshalb lange Kontexte mehr kosten.

Du vergleichst

Aufgabenarten statt Markennamen: kurze Antwort, lange Analyse, Bild, Audio, Video, Suche.

Du entscheidest

Wann ein kleines Modell reicht und wann ein staerkeres Modell sinnvoll sein kann.

Die wichtigsten Kostenfaktoren

Anbieter rechnen unterschiedlich ab. Trotzdem tauchen fast immer dieselben Bausteine auf.

Faktor Was bedeutet das? Warum wird es teurer?
Input-Tokens Text, den du an das Modell gibst: Frage, Aufgabe, Dokument, Chatverlauf. Je mehr Text gelesen werden muss, desto mehr Rechenarbeit entsteht.
Output-Tokens Text, den das Modell erzeugt. Ausgabe ist oft teurer, weil sie Schritt fuer Schritt neu berechnet wird.
Kontextfenster Wie viel Text das Modell gleichzeitig im Blick behalten kann. Sehr lange Dokumente brauchen mehr Speicher und Rechenzeit.
Modellgroesse Kleines, mittleres oder sehr leistungsfaehiges Modell. Staerkere Modelle koennen mehr, sind aber oft langsamer und teurer.
Medien Bildanalyse, Bildgenerierung, Audio, Video oder Dateiverarbeitung. Medien enthalten viele Datenpunkte und brauchen Spezialmodelle.
Zusatzfunktionen Websuche, Code-Ausfuehrung, Speicher, Datenbanken, Tools. Jede Zusatzfunktion kann eigene Kosten und Datenschutzfragen mitbringen.

Tokens statt Seitenzahlen

Viele Sprachmodelle rechnen nicht direkt in Seiten oder Woertern, sondern in Tokens. Ein Token ist ein Textstueck: manchmal ein Wort, manchmal ein Wortteil, manchmal ein Satzzeichen.

Beispiel ohne echte Preisdaten

kurz

Eine Frage mit zwei Saetzen und eine kurze Antwort: wenig Input, wenig Output.

mittel

Ein Arbeitsblatt zusammenfassen: mehr Input, mittlerer Output.

hoch

Ein ganzes Kapitel pruefen und neu schreiben: viel Input, viel Output.

Merksatz

Kosten steigen besonders dann, wenn ein Modell sehr viel lesen muss und danach sehr viel neuen Text erzeugt.

Deshalb ist eine klare, kurze Aufgabenstellung oft besser als ein riesiger ungeordneter Chatverlauf.

Welche Aufgabe braucht welches Modell?

Die beste Wahl ist nicht automatisch das groesste Modell. Entscheidend ist die Aufgabe.

Kleines Modell

Geeignet fuer einfache Klassifikation, kurze Zusammenfassungen, Sortieren oder Umformulieren.

Kostenprofil: niedrig

Mittleres Modell

Geeignet fuer laengere Texte, robuste Erklaerungen, einfache Planung und Standardanalyse.

Kostenprofil: mittel

Starkes Modell

Geeignet fuer komplexe Schlussfolgerungen, schwierige Fehleranalyse oder hohe Genauigkeit.

Kostenprofil: hoch

Bildmodell

Geeignet fuer Bilder analysieren oder erzeugen. Meist rechenintensiver als kurzer Text.

Kostenprofil: je nach Aufloesung

Video/Audio

Geeignet fuer Sprache, Transkription, Ton oder bewegte Bilder. Datenmenge ist oft gross.

Kostenprofil: schnell steigend

Tools & Suche

Websuche, Dateien, Code oder Datenbanken koennen zusaetzlich berechnet werden.

Kostenprofil: Zusatzkosten moeglich

Beispielrechnungen ohne echte Preise

Die Zahlen unten sind bewusst als relative Einheiten dargestellt. So bleibt das Prinzip richtig, auch wenn Anbieterpreise sich aendern.

Aufgabe A: kurze Frage beantworten

Wenig Input, wenig Output, kein Bild, keine Datei.

ca. 1 Kosteneinheit

Aufgabe B: langes Dokument zusammenfassen

Viel Input, mittlere Ausgabe, groesseres Kontextfenster.

ca. 5-15 Kosteneinheiten

Aufgabe C: Bild oder Video erzeugen

Spezialmodell, viele Datenpunkte, oft mehrere Berechnungsschritte.

deutlich hoeher

Warum keine festen Europreise?

Anbieter aendern Preise, Modellnamen und Abrechnungsarten regelmaessig. Fuer Schule und Medienbildung ist deshalb wichtiger, das Kostenprinzip zu verstehen als eine Preistabelle auswendig zu lernen.

Schnellentscheidung

Wähle erst die kleinste sinnvolle Option. Wechsle nur dann zu mehr Leistung, wenn es einen klaren Grund gibt.

Situation Gute Startoption Wann mehr Leistung sinnvoll ist
Kurze Erklaerung oder einfache Zusammenfassung Kleines oder mittleres Sprachmodell Wenn die Antwort fachlich sehr genau sein muss.
Langes Dokument lesen Modell mit passendem Kontextfenster Wenn wichtige Details ueber viele Seiten verteilt sind.
Komplexes Problem loesen Mittleres Modell mit klarer Aufgabenstellung Wenn mehrere Denkschritte und Pruefung noetig sind.
Bild analysieren oder erzeugen Bildfaehiges Modell mit niedriger Aufloesung testen Wenn Qualitaet, Details oder Barrierefreiheit entscheidend sind.
Schulische Arbeit mit personenbezogenen Daten Nur freigegebene Systeme nutzen, z.B. telli / AISchat, wenn die Schule es bereitstellt Keine beliebigen externen KI-Tools verwenden.

Quiz: Kostenprinzipien

Teste, ob du die Grundideen verstanden hast.

Punktestand: 0 / 6

Zusammenfassung

Das bleibt wichtig

  • Kosten haengen von Input, Output, Kontext, Modellgroesse und Medien ab.
  • Das groesste Modell ist nicht automatisch die beste Wahl.
  • Preise und Modellnamen veralten schnell.

Datenschutz-Regel

  • Keine Namen, Fotos, Stimmen oder privaten Texte in beliebige externe KI eingeben.
  • Mit vorbereiteten Beispielen lernen statt eigene Daten hochladen.
  • Bei Schule immer freigegebene Verfahren nutzen, z.B. telli / AISchat, wenn es bereitgestellt wird.

Quellen fuer aktuelle Preise

Wenn konkrete Preise benoetigt werden, immer direkt bei den Anbietern mit Abrufdatum nachsehen.